Montag, 28. März 2016
Aberlour 12 non chill-filtered
Willkommen zurück, liebe Leser!

Nachdem, gemessen an den Erwartungen enttäuschenden Beginn, mit dem zuvor vorgestellten Chateau Lascombes, heute nun der erste Whisky, ein „Aberlour 12 non chill-filtered“.

Da ich im Gegensatz zum letzten Mal, nicht mehr mit den Nachwirkungen einer Erkältung kämpfe dachte ich, ich könnte mich dieses Mal uneingeschränkt mit dem Aroma des Getränks beschäftigen, jedoch kämpfe ich gegenwärtig noch mit einem intensiven Pfeffergeruch in der Nase den mein Sommelier-/Kellnermesser ausstrahlt. Jenes Utensil ist definitiv sinnvoll, da der Aberlour mit einer Kappe aus einer Art Siegellack nun eben versiegelt ist.
Ich öffne also zunächst die Siegellackkappe, packe danach das Messer weg und warte ein wenig bis der Pfeffergeruch verflogen ist. Mein Dank für diese „Werbeunterbrechung“ an Laguiole en Aubarc, die zwar exzellente Kellnermesser herstellen, aber diese wer weiß warum scheinbar mit Pfefferkörnern entgraten. Man sollte meinen einem Hersteller solcher Gegenstände sei bewusst, dass ein solcher Geruch das Aroma der geöffneten Getränke beeinflusst.

Ich nutze daher nun die Zeit ein paar Worte über das „non chill-filtert“ also zu Deutsch „nicht kühlfiltriert“ zu verlieren.
Kühlfiltrierung oder auch Kaltfiltrierung nennt man ein Verfahren zur Filterung von Whisky in kaltem Zustand. Wozu das Ganze, mag man sich nun Fragen. Die Erklärung erscheint ganz einfach: Eine scheinbar ausreichend große Anzahl der Whiskykonsumenten trinkt diesen gerne stark gekühlt oder auch auf Eis. Whisky tendiert dazu sich in kaltem Zustand einzutrüben und Flöckchen zu bilden, die dann vielleicht den Geschmack beeinflussen (was ich nicht weiß, denn ich trinke meinen Whisky für gewöhnlich nicht kalt), in jedem Fall aber wohl unschön aussehen. Dieser Kaltfiltrierung sagt man jedoch nach, dass mit der Herausfilterung dieser Flöckchen auch Geschmacks- und Aromastoffe mit herausgefiltert werden, eine Erklärung, die mir durchaus einleuchtet und mich dazu bringt, nicht kaltfiltrierten Whisky ebenfalls zu bevorzugen. Aus eigenen Erfahrungen kann ich in diesem Punkt jedoch nicht berichten, da ich dazu einmal einen gefilterten mit einem ungefilterten Whisky des selben Sorte einer direkten Vergleichsverkostung unterziehen müsste.

Mittlerweile kann ich keinen Pfeffergeruch mehr wahrnehmen, was sich auch nicht beim Verlassen des Raumes und anschließendem wieder Hereinkommen ändert, sodass ich annehmen kann, dass die Raumluft in der Tat Ihre Neutralität zurückgewonnen hat. Also, Korken aus der Flasche!

Der Whisky verströmt direkt beim öffnen keinen sonderlich starken Geruch, jedoch nehme ich ein leichtes Eichenholzaroma und ein zarte alkoholische Note wahr. Die Farbe ist angenehm goldgelb bis bernsteinfarben und wirkt nicht zu hell, was man bei der sehr dicken Flasche nicht zwingend hatte erwarten können. Es ist davon auszugehen, dass es sich zudem um die natürliche Farbgebung des Whiskys handelt, da ich weder auf der Flasche noch auf der Umverpackung eine Angabe zur Färbung finden kann. Ein klares Plus für den zwölfjährigen Aberlour!

Zeit für einen intensive Geruchsprobe:

Der zuvor festgestellte Geruch von Eiche ist zunächst weiterhin präsent, verflüchtigt sich jedoch recht schnell und macht einen fruchtigen Aroma platz, bei dem es mir jedoch nicht gelingt, diesen genauer zu definieren. Vielleicht ein leichter Anklang von Pflaume, aber es ist wohl eher eine Assoziation als eine wirkliche Geruchswahrnehmung.
Nachdem zunächst durchaus anhaltenden Geruch erkenne ich recht deutlich eine Haselnussnote, die hinter den undefinierbaren Früchten hervortritt, jedoch deutlich schneller verfliegt. Abschließend finde ich noch einen Hauch von Vanille, der jedoch wenig intensiv zu sein scheint und noch kürzer anhält als die zuvor entdeckten Haselnussaroma. Ungewöhnlich erscheint mir letzteres auf jeden Fall nicht, denn da Whisky in Eichenfässern reift und Eichenholz Vanillin enthält, sind Vanillearomen in vielen Whiskys zu finden, meist jedoch (wegen der längeren Reifungszeit) in älteren.

Ich denke an dieser Stelle ist es angebracht einen Blick auf die Geruchsbeschreinung auf der Verpackung zu werfen, etwas, was ich vorher bewusst vermieden habe, um mich davon nicht beeinflussen zu lassen und meinen Geist nicht auf Gerüche einzustimmen, die ich sonst vielleicht gar nicht finden würde.

Die Umverpackung sagt: „Rich fruity notes of sweet strawberry jam“, also „Reiche Fruchtnoten von süßer Erdbeermarmelade“.

Fruchtnoten waren wie erwähnt deutlich zu erkennen, Erdbeeren kann ich jedoch auch beim erneuten riechen nicht wirklich feststellen. Aber es wird Zeit zu probieren:

Verkostung:

Zunächst ein starker Antritt von Eiche, den man sich jedoch nicht mit der „schmirgelnden“ Tanninlastigkeit mancher Rotweine vergleichen kann (schwer zu beschreiben aber wer beide Arten Getränke kennt weiß wovon ich rede) und hier eher würzig wirkt. Sofort danach ein intensiver Geschmack nach Haselnüssen der allerdings keinesfalls unharmonisch wirkt und die Eiche in einem fließenden Übergang ablöst. Im Anschluss erneut eine Vanillenote die jedoch diesmal intensiver ausfällt als bei der Geruchsprobe, bevor der Whisky schließlich mit einem lang andauernden Abgang, der sich jedoch nicht bis tief in den Rachen erstreckt, ausklingt. Erwähnenswert ist noch, dass alle beschriebenen Phasen des Geschmacks von ein andauernden leichten Süße begleitet werden und der alkoholische Geschmack eher schwach ausfällt, was gerade bei eher starken 48 Volumenprozent erstaunt.

Werfen wir auch hier einen Blick auf die Geschmacksbeschreibung der Umverpackung: „Sherried character and deep fruity plum aromas balanced with a rich chocolate, toffee, cinnamon and raisins“, also „Sherry-Charakter und intensive Pflaumenaromen, ausbalanciert mit reicher Schokolade, Toffee, Zimt und Rosinen. Diese Geschmacksbeschreibung muss ich zugeben erstaunt mich jedoch schon ein wenig. Zwar habe ich im Geruch ein Pflaumenaroma zu erkennen geglaubt, diese im Geschmack jedoch genau so wenig wahrgenommen wie die übrigen hier genannten Geschmacksnoten. Besonders verwundert es mich keinen Sherry geschmeckt zu haben, da Sherry (wie auch Madeira und Port) zu meinen bevorzugten Weinarten gehört.
Der Abgang wird auf der Verpackung als lang, süß und leicht würzig beschrieben, was sich durchaus mit meinen Einschätzungen deckt, auch wenn ich meine die genannte Würzigkeit eher im Antritt erkannt zu haben.

Fazit:

Ein Whisky den es sich aus meiner Sicht durchaus lohnt einmal zu probieren und dessen sehr harmonisches Gesamtkonzept ihn geradezu süffig macht. Auch das exzellente Preisleistungsverhältnis (Flasche 0,7 Liter ab gegenwärtig 35 Euro) spricht für diesen Single Malt, jedoch sollte man sich meiner Ansicht nach nicht auf die Geschmacksbeschreibung des Whiskys durch die Brennerei verlassen. Fruchtigkeit und Würzigkeit lassen sich durchaus erkennen, aber nicht zwingend mit Sherry, Rosinen, Schokolade oder Zimt in Verbindung bringen.
In jedem Fall handelt es sich um einen Whisky, der gut geeignet ist, um dieses Getränk jemandem näherzubringen, der damit bisher keine Erfahrungen hatte, gerade weil dieser Whisky keinesfalls rauchig ist, was Neulinge oftmals eher abschreckt als anzieht.

Vielen Dank für Ihre und Eure Aufmerksamkeit und bis zum nächsten Mal!

Ihr und Euer

Spirit-Alex

(verfasst am 27.03.16)

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Freitag, 18. März 2016
Chateau Lascombes 1999
So,endlich ist es soweit, die erste Verkostung steht an. Aufgrund einer Erkältung später als ursprünglich geplant und ich gestehe das der Infekt auch immer och nicht ganz ausgestanden ist, habe jedoch den Eindruck, dass der Geschmack schon wieder weitgehend der Alte ist.

Bei aller in meiner Vorstellung gelobten Bescheidenheit mit Blick auf die Dinge oder vielmehr Getränke und Genüsse die da hoffentlich kommen mögen, habe ich mir doch vorgenommen für den Einstand mit etwas besonderem zu beginnen, weshalb ich mir eine Flasche Chateau Lascombes von 1999 für die erste Verkostung ausgesucht habe. Etwas besonderes deshalb, weil der genannte Wein, nachdem was man so hört und nach seiner Klassifizierung als Deuxièmes Cru (zweithöchste Qualitätsklasse der Bordeauxweine) zu den besten Weinen Frankreichs gehören sollte. Dies weckt natürlich auch bei mir Erwartungen, die allerdings ein wenig von dem Umstand gedämpft werden, dass das Chateau Lascombes wohl seit einiger Zeit (ob schon 1999 weis ich nicht) von Michel Rolland beraten wird einem Mann, der meiner persönlichen Meinung nach wohl Frankreichs größter Panscher sein dürfte (worauf ich sicher in einem späteren Beitrag noch näher eingehen werde).

Gut, genug der langen Vorrrede, kommen wir zur genannten Flasche:

Rein äußerlich macht das gute Stück einen edlen Eindruck. Das Etikett hat einen leichten Prägeaufdruckt, die Flaschen hat eine Seriennummer (hier: 49873) und das Glas trägt ein Relief mit der Aufschrift "Lascombes", was alles in allem schon den Anschein erweckt, dass hier keine Kosten und Mühen gescheut wurden. Klar sollte man sich von dererlei Dingen nicht beeinflussen lassen, vermeiden lässt sich dies jedoch nicht.
Verschlossen ist die Flasche mit einem für "gehobene" Bordeaux-Weine wohl üblichen recht langen Naturkorken, der sich problemlos aus der Flasche ziehen. Feststellen lässt sich bereits jetzt, dass der Wein ein sehr intensives Aroma zu haben scheint, da wohlriechende Gerüche bereits direkt nach dem Entkorken schnell die Raumluft füllen, was sich beim Eingießen ins Glas noch erheblich verstärkt.
Farblich betrachtet hat der Wein ein tiefes, kräftiges Rot, dass aber nicht ins Violette übergeht. Schwenkt man den Wein im Glas so bilden sich recht große Kirchenfenster (siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchenfenster_%28Wein%29) und der Wein rinnt nur langsam an der Glaswand nach unten.

Konzentriert man sich nun auf den Geruch, so glaube ich hier leichte florale (blumig riechende) Noten zu erkennen die jedoch recht schnell durch den Geruch von dunklen Früchten ergänzt werden. Einzelne weitere Geruchsassoziationen kann ich jedoch nicht herausriechen, was vielleicht an meiner verglichen mit Whisky mangelnden Erfahrung mit Wein liegen mag, möglichweise aber auch an meiner noch leicht verschnupften Nase.

Kommen wir zur Verkostung:

Der Wein hat einen einen sehr starken Antritt und einen sehr intensiven konzentrierten Geschmack, er wirkt auf mich überaus käftig, was mich vermuten lässt das bestimmt die Hälfte des verschnittenen Sorten der Rebsote Cabernet Sauvignon angehören dürften. Eine leichter Hauch von Fruchtigkeit verfliegt bereits nach wenigen Augenblicken und wird schier von Säure und Tannin (Gerbstoffe oftmals durch Eichenfasslagerung in den Wein gelangt). erdrückt. Das Zusammenspiel von Säure und Tannin wirken auf mich zwar stimmig allerdings viel zu intensiv, sodass andere Geschmacksnoten in diesem Wein leider nicht zu erkennen sind. Der Abgang ist sehr lang und leicht wärmend, lange bleibet jedoch vor allen Dingen der intensive Tanningeschmack der ein leicht ziehendes Gefühl auf Höhe der oberen Eckzähne zurücklässt, das noch Minuten (mehr als zehn!) nachdem der letzte Schluck den Mund bereits verlassen hat anhält.

Fazit: Geruch top, Geschmack flop!

Wer auf sehr trockenen, sehr tanninreichen Wein mit intensivem Säureanteil steht, und Wert auf ein tolles Aroma legt, der dürfte hier durchaus eine geeignete Falsche gefunden haben. Allen anderen kann ich nur abraten, da mir auch gerade der Preis von 50-60 Euro pro Flasche für die gebotene Qualität ausgesprochen hoch erscheint. Ich weis der nun folgende Vergleich hinkt etwas, aber ich hatte kürzlich die Gelegenheit einen excellenten Vintage Port (Sandemann Vau Vintage 2002) für den halben Flaschenpreis des Chateau Lascombes zu probieren, gegen dessen enorme Komplexität und Fruchtigkeit der wahrgenommenen Geschmacksnoten der eben verkostete Weines gerade zu eindimensional und langweilig wirkte. Vielleicht mag mich der ein oder andere nun einen Banausen der Weinkultur nennen, vielleicht sollte sich manch einer aber auch fragen ob er oder sie hier nicht einfach nur viel Geld für einen großen Namen bezahlt! Ich jedenfalls werde gewiss noch einige Jahre ins Land gehen lassen, bis ich dem Chateau Lascombes eine zweite Chance gebe.

(Verfasst am 4.03.16)

Nachtrag:

Habe am folgenden Tag ein Glas zu Schweinegeschnetzeltem mit Spätzle und Pfifferlingen probiert. Der Wein ergänzte das essen durchaus gut und der starke Tanningeschmack ging hier glücklicherweise unter, dennoch ist der Preis keinesfall gerechtfertigt. Ähnlich gut passende Flaschen sollten sich auch schon ab zehn Euro oder weniger finden lassen.

(Verfasst am 5.03.16)

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Wer bin ich?
Ja, wer bin ich? Zunächst einmal ein Mensch wie Sie/Du. Ich bin ein Mann im Alter von 30 Jahren (Anfang 2016), der in Mittelhessen lebt einer geregelten Arbeit nachgeht und mit Ihnen und Euch hier auf eine Reise in die Welt der alkoholischen Genüsse beginnen möchte.

Alles begann, als ich vor ein paar Jahren meine Leidenschaft für Whisky (und später auch andere alkoholische Getränke) entdeckt habe, eine Leienschaft, die mich seitdem nicht mehr logelassen hat. Ich weis, dass klingt jetzt schlimm, ein Alkoholiker der über seine Sucht schreibt und sich darüber vermutlich auch noch freut; doch weit gefehlt! Es geht hier nicht um den Suff, sondern um den Genuss, weshalb ich Ihnen und Euch auch kaum häufiger und oft auch seltener, als im Abstand von zwei Wochen ein Bericht über die Verkostung eines Getränks veröffentlichen werde. Einerseits gilt es hier auf die Gesundheit zu achten, andererseits, betreibe ich diesen Blog nicht kommerziell und habe auch durchaus einige andere Freizeitbeschäftigungen. Aber gut, genug der Worte dazu und zurück zum Anfang:

Meine ersten persönlichen Kontakte mit Alkohol hatte ich wie wohl fast jeder in meiner Jugend und von Genuss konnte damals im Gegensatz zu heute keine Rede, es ging schlichtweg um den Rausch und der Geschmack spielte einer eher untergeordnete Rolle. Hauptsache, dass Zeug was man konsumierte schmeckte nicht zu alkoholisch und war erschwinglich. Dabei konnte es sich um eine Flasche Wein aus der elterlichen Sammlung handeln, Bier, Apfelwein und hin und wieder auch mal einen Jack Daniels Old No. 7, der natürlich wenn dann mit Cola getrunken wurde, da es diesen scheußlichen Whiskygeschmack zu überdecken galt.

In Kontakt mit hochwertigerem Whisky kam ich erst Jahre später, als es nicht mehr zwingend darum ging sich zu berauschen oder persönliche Grenzen auszutesten, sondern sich das Interesse am Genuss schon mehr, wenn auch nicht so stark wie heute in den Vordergrund schob. Meine erste Flasche Whisky die nicht mehr oder wenigstens nicht ausschließlich mit Cola gemischt wurde war eine Flasche Glenfiddich 12 Jahre, denn ich damals im örtlichen Supermarkt, warum genau weis ich um ehrlich zu sein nicht mehr gekauft hatte. Vermutlich fiel die Wahl auf diesen Whisky weil die Umverpackung, die ich immer noch besitze, ansprechend auf mich wirkte und die Auswahl von brauchbaren Whiskys in Supermärkten damals noch deutlich beschränkter war als sie es heute ist.
Dieser"erste Kontakt" darf zwar nicht als Reinfalls aber doch als wenig beeindruckend betrachtet werden, da es danach noch einige Zeit dauerte bis ich mir erneut Whisky in Reinform zu Gemüte geführt habe.
Weiter ging das Ganze wenn ich mich recht erinnere etwa drei oder vier Jahre später mit zwei Handelsmarken-Whiskys (keine die einer Brennerei zuzuordnen sind sondern solche die für den Vertrieb im Supermarkt einen netten Namen ohne wirklichen Bezug zu einer Brennerei bekommen). Die eine Flasche, einen sogenannten "Glen Storn" schenkte ich einem Freund zu seinem Geburtstag und ich bekam die Gelegenheit, diesen auch selbst zu kosten und die andere Falsche (Glen Orchy 8 Jahre) bekam ich selbst von meiner damaligen Freundin zum Geburtstag geschenkt. Was soll ich sagen? Beide Sorten haben mir sehr gut geschmeckt und auch wenn ich mich heute nicht mehr wirklich an ihren Geschmack erinnere und sie vielleicht auch nicht mehr mögen würde, war es schade, dass von beiden (da Handelsmarken-Whiskys) kein dauerhafter Nachschub zu bekommen war (letzter Eintrag von Glen Storn auf der ersten Google-Seite von 2009).
Es blieb mir also nichts anderes als andere Produkte auf der Suche nach einem leckeren Whisky auszuprobieren und die allererste geteste Flasche, ein Lagavulin 16 Jahre, erwieß sich auch direkt als Volltreffer. Seitem hat mich der Whisky bis heute nicht mehr losgelassen. Nun ist dieser Blog, wie zuvor angedeutet aber kein "Whisky-Blog". Nun, wie kommt das, mögen Sie sich oder Ihr Euch fragen angesichts dieser langen Vorrede über meine bisherigen Erfahrungen mit Whisky? Eigentlich ganz einfach, bei meiner Suche nach dem richtigen Whisky für mich (und ich habe mittlerweile viele "richtige" finden können, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass umwerfende trinkbare Genüsse wohl kaum nur in der Welt des Whiskys zu finden sein sollten, weshalb ich mich in den vergangenen beiden Jahren auch völlig anderen alkoholischen Getränken (Cognac, Champagner, Madeira, Port, Brandy, Bier, Wein, Gin etc.) zugewendet habe und hier ebenfalls tolle Entdeckungen machte, wenn auch bisher wegen der vergleichweise kurzen Zeit weniger als bei Whiskys.

Warum aber alkoholische Getränke und nicht Getränke im Allgemeinen?
Nunja, man könnte auch gleich fragen, warum Getränke und nicht alles was man ohne daran zu sterben zu sich nehmen kann? Ganz einfach, weil es zwingend notwendig ist, irgendwo eine Grenze zu ziehen und sich auf einen bestimmten Bereich zu beschränken. Hinzu kommt, dass ich seit Jahren den Eindruck habe, dass die Vielfalt an alkoholischen Getränken einfach größerer ist als bei nichtalkholischen Getränken und ich ebenso oftmals denke, dass alkoholische Getränke mit mehr Sorgfalt und mehr Aufwand produziert werden als andere. Ja nun mag manch einer an Alkopops denken, die in Ihrer Zusammensetzung in etwa so natürlich sein dürften wie Cola und ich werde mich solchen Getränken hier gewiss auch nicht generell verweigern, allerdings sollen die "Naturprodukte" unter den alkoholischen Getränken klar im Vordergrund stehen und das in seiner Herstellungsweise Bessere dem (vermutlich) Schlechteren quantitativ klar vorgezogen werden.

Wer nun vermutet es werde in den folgenden Beiträgen um die Verkostung unbezahlbarer oder zumindest teurer Spitzenprodukte der Alkoholindustrie gehen, den kann ich beruhigen, denn Ziel soll es sein hier auf eine Reise durch die ganze Bandbreite der alkholischen Genüsse zu gehen und nicht den Snob heraushängen zu lassen. Ich selbst bin weder reich noch ein Experte für alkoholische Getränke und freue mich einfach darauf meine Erlebnisse mit Ihnen und Euch zu teilen.

Vielen Dank fürs Lesen.

Ihr und Euer

Spirit-Alex

(Verfasst am 20.02.16)

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